Alte und neue Apfelsorten kennenlernen

Gravensteiner - eine sehr beliebte, alte Herbstsorte: Toll nach Apfel duftend, intensives Apfelaroma, süß-säuerlicher Geschmack

Wellant - eine sehr beliebte, neue Apfelsorte: Sehr intensives Apfelaroma, toller Apfelgeschmack, widerstandsfähig im Anbau

Alte und neue Apfelsorten – lecker und gesund

 

Heute legen wir wieder besonderen Wert auf die gesundheitlichen und geschmacklichen Vorzüge – vor allem der alten Apfelsorten. Sie enthalten viele Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe und fast kein Fett. Da Äpfel zu 85 Prozent aus Wasser bestehen, sind sie zudem kalorienarm. Das weiße Fruchtfleisch senkt das Risiko vor Schlaganfällen und den Cholesterinspiegelund durch den Ballaststoff Pektin halten Äpfel länger satt (Infoflyer).

 

Für Allergiker geeignet

Auch für die vier Millionen Menschen in Deutschland, die allergisch gegen den Obstklassiker sind, gibt es gute Nachrichten. Auf Grund von vielen Befragungen fanden apfelbegeisterte Mitglieder*innen des BUND Lemgo heraus, dass besonders alte Sorten als gut verträglich eingestuft wurden (Liste). Diese Sorten haben einen hohen Polyphenolgehalt.

Es wird vermutet, dass das Polyphenol die allergenen Stoffe im Apfel unschädlich macht. Polyphenole sind aromatische Verbindungen, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören. Sie bewirken, dass der Apfel aromatischer, aber weniger süß ist.

Äpfel mit hohem Polyphenolgehalt haben nicht immer eine ganz perfekte Form und das Fruchtfleisch verfärbt sich beim Anschneiden schneller, es wird eher braun. Beim Apfel aus dem Supermarkt sind solche Makel nicht erwünscht, und so enthalten viele neu gezüchtete Sorten weniger Polyphenole als ihre Vorgänger. mehr...

 

Für Magenempfindliche geeignet

Aber auch Apfelliebhaber, denen die Säure mancher Äpfel auf den Magen schlägt, können aufatmen. Denn es zeigen sich große Unterschiede bei den Sorten. So hat z.B. die wohlschmeckende Neuzüchtung „Wellant“ nur 5 g/l Säure und ein Boskoop mit 11 g/l mehr als das Doppelte! (Liste meist neuer Apfelsorten mit Säure-Zucker-Verhältnis)

 


Wanderung auf der Extratour Streuobstroute rund um Dautphe

 

Eine gute Gelegenheiten Streuobstwiesen in unserer Region kennenzulernen ist die "Extratour Streuobstroute" (8,8 km, 2,5 Std.) rund um Dautphe. Der gut ausgeschilderte Premium-Wanderweg führt durch eine sehr reizvolle, abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft vorbei an Streuobstwiesen, einer Wacholderheide und dem idyllisch gelegenen Lautzebach-Weiher mit Picknick-Gelegenheit. Zum Abschluss lockt die wehrhafte, romanische Martinskirche in Dautphe mit ihrem pomologisch interessanten Pfarrgarten.

 

Zur erholsamen Einkehr bietet sich die Gaststätte "Zur Lahnbrücke" in Caldern an mit ihrem Biergarten direkt am Radweg gelegen.

 

Beste Wanderzeit im Frühjahr zur Apfelblüte (Karte).

 

Wer mehr wissen möchte, kann sich auch an den Obst- und Gartenbauverein Dautphe wenden (Melanie Henkel-Kohlenberger, 1. Vors., Lindenstraße 2, 35232 Dautphetal-Dautphe, Tel 06466 -8975362, Email melaniehenkel1212@gmail.com). Die schön gelegene Streuobstwiese des Vereins ist umgeben von einer naturnahen, insektenfreundlichen Hecke. Ein Besuch lohnt sich.


Natur- und Streuobstpfad am Promenadenwanderweg in Biedenkopf

 

Der Natur- und Streuobstpfad ist ein Gemeinschaftsprojekt des BUND Ortsverbandes Biedenkopf mit dem Schulbiologiezentrum des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Im Zuge dessen wurden 43 unterschiedliche alte, hochstämmige Obstsorten neu angepflanzt.

 

40 Klapptafeln aus Metall wurden am Promenadenwanderweg des Natur- und Streuobstpfads in Biedenkopf aufgestellt und informieren Spaziergänger sowie Natur- und Gartenfreunde über alte Obstsorten.

 

Gefertigt wurden die Infotafeln von Schülern und Schülerinnen der Marburger Produktionsschule (MPS), einem Kooperationsprojekt von Arbeit und Bildung e.V. und der Adolf-Reichwein Schule in Marburg.


Apfelsorten im Altkreis Biedenkopf

 

Über 140 Apfelsorten aus dem Altkreis Biedenopf – dem Hinterland – hat der Kreisverband Biedenkopf zur Förderung des Obstbaues, der Garten- und Landschaftspflege e.V. in liebevoller Detailarbeit in einer Broschüre zusammengetragen.

Die Charakterisierung dieses reichen Erfahrungsschatzes nach Sorte, Herkunft, Pflückreife, Genussreife, Anfälligkeiten und Verwendung gibt Ihnen eine sehr gute Orientierung bei der Auswahl des passenden Apfelbaums für Ihren Garten oder Ihre Streuobstwiese.

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Apfelsorten im Altkreis Biedenkopf_KV Bi
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Erhaltenswerte Obstsorten für Hessen

 

Das Augenmerk liegt auf den für Hessen typischen alten Obstsorten – das Spektrum reicht von deutschlandweit bekannten Sorten, die sich in Hessen bewährt haben, bis hin zu lokalen Raritäten. Die übersichtlichen Tabellen beinhalten insgesamt 252 Sorten verschiedener Obstarten, dazu kommen 25 Schalen- und Wildobstarten. Angegeben sind jeweils Herkunft, Frucht- und Baumeigenschaften (wie Reife, Verwertung, Wuchsstärke) sowie Bemerkungen zu Standortansprüchen und Robustheit. Zu jeder Obstart liefert die Publikation einleitende Basisinfos.

 

Der Pomologen-Verein e.V. Landesgruppe Hessen bietet diese ausgezeichnete Broschüre in der 5. aktualisierten und erweiterten Auflage mit 104 Seiten, Format  20 x 21 cm, durchgehend farbig, über 120 Abbildungen, zahlreiche Tabellen zum Preis von 9,80 Euro an (Blick ins Buch).